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Ratgeber

Schutzklassen I – III für Leuchten

Für Leuchten und viele weitere elektrische Betriebsmittel sind drei Schutzklassen definiert, die mit den römischen Zahlen I bis III beziffert werden. Sie bezeichnen den Schutz gegen elektrische Schläge beim Berühren der von Strom durchflossenen Teile im Falle eines Betriebsfehlers. Es wird in den einzelnen Schutzklassen konkret beschrieben, ob und wie der Schutzleiter angeschlossen werden muss bzw. soll. Beim Anschluss der Leuchten ans Stromnetz sollten Sie die elektrische Schutzklasse daher unbedingt berücksichtigen! Leider werden die Schutzklassen immer wieder mit den IP-Schutzarten verwechselt, bzw. fälschlicherweise so bezeichnet. Diese bezeichnen den Schutz der Leuchten gegen das Eindringen von Schmutz und Wasser in das Innere der Leuchte.

Folgende Schutzklassen gibt es:

Die Schutzklasse 0 sieht keinerlei Schutzvorrichtung für den Anschluss elektrischer Geräte vor, ist deshalb in Deutschland auch nicht zulässig. Wenn Sie in den Besitz derartiger elektrischer Geräte kommen ist es nicht empfehlenswert diese in Betrieb zu nehmen.

Alle stromleitenden Teile von elektrischen Geräten der Schutzklasse I müssen über den netzseitigen Schutzleiter geerdet werden, damit ihr elektrisches Potential im Falle eines Betriebsfehlers mit unkontrolliertem Stromfluss trotz der Leitfähigkeit demjenigen des Erdreichs entspricht.

Leuchten, die mit der Schutzklasse II ausgewiesen sind, müssen eine verstärkte oder doppelte Isolierung zwischen dem Netzstromkreis und der Ausgangsspannung bzw. dem Metallgehäuse aufweisen. In den meisten Fällen ist kein Anschluss für den Schutzleiter vorhanden. Sollte doch einer vorhanden sein, ist der Anschluss jedoch optional. Selbst wenn sie elektrisch leitende Oberflächen haben, so sind diese durch eine verstärkte oder doppelte Isolierung vor Kontakt mit anderen spannungsführenden Teilen geschützt.

Leuchten der Schutzklasse III arbeiten mit Sicherheitskleinspannung oder Schutzkleinspannung, beispielsweise 12 Volt und die Leuchten dürfen nur mit SELV- oder PELV-Stromquellen betrieben werden. Der netzseitige Schutzleiter darf nicht angeschlossen werden!

Symbole der Schutzklassen:

                    

          I                               II                             III

Woran erkennt man den Schutzleiter?

Die Drähte des Stromnetzes werden mit denjenigen der Leuchte über sog. Lüsterklemmen verbunden. Meist sind drei Drähte vorhanden: Einer für die Stromzufuhr, einer für die Erdung – der Schutzleiter – und einer, der Strom von der Leuchte wegführt. In vielen Altbauten sind lediglich zwei Drähte vorhanden, die Stromzufuhr und die Erdung. In der Regel hat der Schutzleiter einen gelb-grünen Gummimantel, in einigen Fällen aber auch einen roten. Wer sich nicht sicher ist, sollte unbedingt eine Elektrofachkraft hinzuziehen!

                          

Symbol des Schutzleiters              …mit Farbkennzeichnung

Leuchtmittel

Nachdem Sie Ihre Traumleuchte gefunden haben, brauchen Sie zudem ein geeignetes Leuchtmittel. Der sich im Umbruch befindende Leuchtmittel-Markt stellt Hersteller und Verbraucher vor neue Herausforderungen. Neben der klassischen Glühbirne kommen heutzutage hauptsächlich LED Lampen oder Energiesparlampen zum Einsatz.

Verschaffen Sie sich im nachstehenden Text einen Überblick zu den Eigenschaften:

Die klassische Glühlampe konnte man bislang in fast jeder Leuchte finden. Vielfältig einsetzbar kann sie kostengünstig und umweltschonend hergestellt und entsorgt werden. Zudem gibt sie ein helles, angenehmes und warmes Licht ab. Allerdings ist der Energieverbrauch dieses Leuchtmittels sehr hoch. In Kombination mit einer kurzen Lebensdauer von ca. 1.000 Stunden Brenndauer und entsprechend hohem Verschleiß, mussten folglich Lösungen zur Effizienzsteigerung gefunden werden.

Wie der Name bereits zu erkennen gibt, sind Energiesparlampen vor allem eine sparsame Alternative zur konventionellen Glühlampe. Erhöhte Anschaffungskosten werden durch Energieeinsparungen also schnell wieder ausgeglichen. Nachteilig an diesem Leuchtmittel ist jedoch zum einen die verlängerte Anschaltzeit. Erst nach einigen Sekunden strahlt die Lampe mit voller Intensität und das meistens in einem kalten Weißton. Zum anderen kann die Energiesparlampe Quecksilber enthalten, weshalb die Entsorgung nicht auf einfachem Weg über den Hausmüll erfolgen kann und bei einem Zerbrechen kann es zu einer Kontamination mit Quecksilber kommen.

LED-Lampen zeichnen sich vor allem durch eine besonders lange Lebensdauer aus, welche durchschnittlich 20.000 bis 50.000 Stunden Brenndauer beträgt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Glühbirne, die eine durchschnittliche Lebensdauer von 1.000 Stunden Brenndauer vorweisen kann, ist hier eine deutlich erhöhte Langlebigkeit sichtbar. Während zudem LED-Lampen früher für ein weißes und kaltes Licht bekannt waren, können sie heute die Vielzahl der Lichtfarben wiedergeben. So lässt sich bei entsprechender Konfiguration jeder gewünschte Farbton einstellen und beispielsweise zwischen einem warmen weiß für den Nachttisch oder einem starken weiß für das Büro wählen. Ein weiterer Aspekt ist die Energieeffizienz. Im Vergleich zur Glühlampe ist der Stromverbrauch deutlich geringer bei gleichbleibender Leuchtintensität, wodurch sich ein Vielfaches an Energie einsparen lässt. Zwar ist eine LED-Lampe zunächst in der Anschaffung teurer als andere Leuchtmittel, aufgrund der Energieeffizienz sowie der Lebensdauer kommt unterm Strich jedoch eine schnelle Amortisation zustande. Zudem halten Leuchtdioden jeder Temperatur stand und flackern nahezu nicht.

                                               

Glühlampe                                   Energiesparlampe                                                   LED-Lampe

Fassungen

Die gängigsten Fassungen in Deutschland sind die Fassungen E14 und E27 und werden schon seit geraumer Zeit für Glühlampen verwendet. Die Glühlampen-Sockelform E14 und E27 ist für LED Lampen und Energiesparlampen übernommen worden, sodass ein kompatibler und schneller Ersatz möglich ist. Für verschiedene Sockelformen sind auch Adapter erhältlich, auf diese Weise können zum Beispiel in Lampen mit Bajonettfassungen Leuchtmittel mit Edisonsockel eingesetzt werden. Die Form und die Bezeichnung des in Europa üblichen Edisongewindes als Sockel für Glühlampen geht auf Thomas Alva Edison zurück. Die Abmessungen des Edisongewindes sind nach DIN 40400 und auch in der IEC 60238:1998 genormt.

Lichtfarbe und Leuchtintensität

Licht hat ein kontinuierliches Spektrum, wenn es, wie das Sonnenlicht oder das Licht einer Glühlampe, von einem glühenden Körper ausgeht. Die Lichtfarbe wird durch die Wellenlänge des Maximums des kontinuierlichen Spektrums bestimmt und wird in Kelvin gemessen. Solche Strahlung beginnt bereits unmittelbar über dem absoluten Nullpunkt mit der Wärmestrahlung im fernen Infrarot. Je höher die Temperatur steigt, umso kürzere Wellenlängen werden ausgesandt und desto blauer wird folglich das Maximum beziehungsweise das Licht. Dadurch erscheint eine glühende Herdplatte rot, Kerzenlicht gelblich und Sonnenlicht weiß.

Unterteilung von Lichtqualitäten
Bezeichnung Farbtemperatur Beschreibung Wirkung auf den Menschen
warmweiß unter 3.300 K gelbweißes Licht als gemütlich und behaglich empfunden
neutralweiß 3300 bis 5300 K weißes Licht sachliche Atmosphäre, Kunstlichtcharakter
tageslichtweiß über 5300 K tageslichtähnliches Licht wirkt technisch, anregend, passt zu einfallendem Tageslicht

Die Lichtintensität bzw. Leuchtkraft (Lichtstrom) gibt die von einer Lampe erzeugte Lichtmenge an. In der Vergangenheit wurde häufig die Watt Leistung auch zur Bestimmung der Lichtintensität benutzt, da es einfache Vergleichsmöglichkeiten gab, wie z.B. die 100 Watt Glühbirne. Heutzutage ist dies nicht mehr so einfach möglich, da eine 10 Watt LED-Lampe so stark strahlen kann wie beispielsweise eine 100 Watt Glühbirne.

 

Bei Leuchtmitteln die rundum Licht abgeben, wird der Lichtstrom in Lumen (lm) angegeben. Bei Reflektor-Lampen, die ein gebündeltes Licht in eine Richtung abgegebenen, wird die Lichtstärke in Candela (cd) für bestimmte Abstrahlwinkel angegeben. Der Nennlichtstrom bezeichnet dabei einen Zahlenwert zur Identifizierung des Leuchtmittels, der Bemessungslichtstrom den gemessenen Wert.

Außenleuchten

Außenleuchten sind das ganze Jahr über der Witterung ausgesetzt, darum ist es notwendig, dass diese über einen zusätzlichen Schutz verfügen.  Der IP-Code steht für International Protection (Internationaler Schutz) Code oder auch Ingress Protection (Schutz gegen Eindringen) und gibt die jeweilige Eignung des Gehäuses für verschiedene Umgebungsbedingungen an, beispielsweise gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz. Der IP-Code besteht aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer beschreibt jeweils den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung und die zweite Ziffer die Dichtigkeit gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Daraus ergeben sich je nach gewünschtem Einsatzort IP Code Klassen die mindestens verwendet werden sollten, wobei natürlich immer höhere Klassen verwendet werden können als die beschriebene.

IP 23 – an Eingangstüren und unterm Vordach.

An Eingangstüren und unter dem Vordach sollten Leuchten mindestens über die IP Schutzart 23 verfügen, damit sie gegen fallendes Sprühwasser geschützt sind. IP 23 ist an Eingangstüren meist ausreichend, da diese häufig besonders vor Regen geschützt sind damit Fußgänger nicht nass werden.

IP 44 – am Haus oder unter dem Dach

Durch Sturm und Wind kommt Regen und Schnee auch häufig an Orte wo man es nicht sofort erwarten würde. Deshalb sollten alle Leuchten, die Sie am Haus oder unter dem Dach einsetzt, mindestens IP44-spritzwassergeschützt sein.

IP 65 – Bodeneinbauleuchten unter einem Vordach

Wenn Sie Bodeneinbauleuchten unter einem Vordach installieren wollen, sollten diese Leuchten mindestens die IP Schutzart 65 haben. Am Boden können sich schnell einmal Pfützen bilden, insbesondere wenn der Untergrund uneben ist. Zudem kommen in Bodennähe auch Hochdruckreinigungsgeräte mit äußerst kraftvollen Düsen zum Einsatz. Mit der Schutzart IP65 kein Problem, diese sind strahlwassergeschützt.

IP 67 – Leuchten im Freien

Alle Leuchten, die Sie im Freien anbringen oder montieren, sollten IP67 geschützt sein. Damit sind sie wasserdicht, sogar bis zu einem zeitweiligem Untertauchen.

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Weiterhin können Sie uns zu unseren Geschäftszeiten (Mo-Fr von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr) unter der Tel. Nummer 040 – 1800 94 77 oder jederzeit unter der E-Mail Adresse info@lampenparadies24.de erreichen.